Wie ein Märchen aus 1001 Nacht – Sommerfest 2011

Vorfreude der Bewohner auf das Sommerfest
Lauenau. Eine Bauchtänzerin lässt zu orientalischer Musik ihre Hüften kreisen. Ein Fakir geht über Glasscherben. Ein Feuerspucker demonstriert seine Künste. Über allem liegt der betörende Apfeltabakduft von Shishas (ausgesprochen Schischas) – Wasserpfeifen. „Erlebnisse wie aus 1001 Nacht“ heißt das Motto beim Sommerfest und Tag der offenen Tür am Sonntag, 21. August, ab 15 Uhr im Seniorenzentrum NORA.
Die vielen Akteure hat Heimbetreiber Raid El-Salmi, gebürtig aus dem arabischen Katar, verpflichtet.
Zu erleben gibt es auch eine Wahrsagerin und eine Schlangenshow. Dazu gibt es stilecht orientalische Speisen: Couscous – Hartweizengrieß aus Marokko. Humus, eine Vorspeise aus Kichererbsen mit Sesampaste aus dem Libanon.
Aus Ägypten das Bohnengericht Ful sowie Falafel – frittierte Bällchen aus pürierten Kichererbsen mit Kräutern und Gewürzen. Die Falafel-Rezeptur hat Raid El-Salmi aus seiner Heimat mitgebracht. Zusammen mit dem Koch des Seniorenzentrums bereitet er die Spezialität zu. Natürlich gibt es auch Fleischgerichte wie türkischen Döner. „Wir wollen unseren Bewohnern etwas Außergewöhnliches bieten. Da wir sie schlecht nach Arabien bringen können, holen wir die Atmosphäre des Orients nach Lauenau“, erklärt El-Salmi. Gegen den Durst steht ein Bierwagen vom Felsenkeller bereit.
Eigens für das orientalische Sommerfest wird der Innenhof des Seniorenzentrums als 200 Quadratmeter großes Zelt mit Palmen in Behältern hergerichtet. „So können die Bewohner wie in Arabien im Schatten sitzen und die vielen Attraktionen genießen“, freut sich der Seniorenheim-Chef. Ihm imponiert, wie sich seine Mitarbeiter für das Fest engagieren. So hat ihm ein türkischer Mitarbeiter über Facebook Vorschläge für eine originalgetreue, mit Teppichen ausgeschlagene arabische Sitzecke unterbreitet. Mehr als 20 seiner Mitarbeiter kommunizieren in ihrer Freizeit mit Raid El-Salmi über Facebook. „Da haben wir schon gemeinsam viele gute Ideen entwickelt“, betont er. Auch bei der Beschaffung der Wasserpfeifen unterstützen ihn die Mitarbeiter. Aus seinem jüngsten Türkeiurlaub hat Raid El- Salmi einen Stapel Fes mitgebracht. Der Fes oder Tarbusch ist eine im Orient verbreitete Kopfbedeckung in Form eines Kegelstumpfes aus rotem Filz mit flachem Deckel. Benannt ist der Sonnenschutz nach der marokkanischen Stadt Fès.
Sowohl die Wasserpfeifen als auch die Kopfbedeckungen erfreuten sich beim ersten Ausprobieren einer großen Beliebtheit bei den Bewohnern des Seniorenzentrums.
Ein Eintritt wird nicht erhoben.